VW Bus als Campingfahrzeug

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    Camping liegt wieder im Trend. Allerdings befindet sich der Wohnwagen auf dem Rückmarsch, zunehmend mehr Camper bevorzugen das Wohnmobil. Die Auswahl an Wohnmobilen ist größer als je zuvor, da fällt es nicht leicht, sich zu entscheiden.

    Ein echter Klassiker unter den Campingfahrzeugen ist der VW Bus, der umgangssprachlich auch gerne als "Bulli" bezeichnet wird. Obwohl heute vor allem große Campingfahrzeuge gefragt sind, hat das VW Campingfahrzeug weiterhin eine große Fangemeinde. Andererseits eignet er sich nicht für jedermann. Vielmehr ist er ein Campingfahrzeug, das ganz eigene Stärken und Schwächen mit sich bringt.

    Begrenztes Raumangebot aber gute Mobilität

    Schon beim ersten Blick in den Innenraum wird klar, dass der VW Bus mit einem eng begrenzten Raumangebot aufwartet. Kein Wunder, schließlich wurde er ursprünglich nicht als Campingfahrzeug, sondern als Kleintransporter konzipiert. Er kam im Jahr 1950 als "VW T1" auf den Markt. Noch im selben Jahr bot VW in Kooperation mit Westfalia eine spezielle "Camping-Box" an, nur zwei Jahre später folgte das erste Vorzelt.

    Aufgrund der begrenzten Fläche beschränkt sich die Ausstattung auf das Wesentliche. Neben Schlaffläche und Stauraum ist eine Kochmöglichkeit vorhanden - je nach Modell sogar einen kleinen Essbereich. Normalerweise finden zwei Erwachsene ausreichend Platz zum Schlafen. Aus- und Umbauten, die z.B. mit einem Hochdach daherkommen, können Schlafplatz für bis zu vier Personen bieten.

    Ein richtiger Wohnaufenthalt im Fahrzeug ist trotzdem nicht vorgesehen. Stattdessen richtet sich der VW Bus in der Campingversion an Menschen, die viel unterwegs sind und das Fahrzeug als eine Art Basislager betrachten, um sich dort Mahlzeiten zuzubereiten und zu schlafen.

    Trotz der stark eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten hat es seine Gründe, dass der VW Bus bei vielen Campingfreunden hoch im Kurs steht. Hauptgrund ist die gebotene Agilität. Im Vergleich zu den großen und schweren Wohnmobilen ist der VW Bus flott unterwegs, er eignet sich hervorragend, um ordentlich Strecke zu machen. Gleichzeitig stellen engere Straßen oder niedrigere Durchfahrtshöhen nur selten ein Hindernis dar. Außerdem punktet er mit einem vergleichsweise geringen Kraftstoffverbrauch, was sich in Form einer großen Reichweite sowie niedrigen Kraftstoffkosten bemerkbar macht.

    VW Bus als Camping Van kaufen

    Seit 1950 hat Volkswagen den T1 fleißig weiterentwickelt, inzwischen hat er die sechste Modellgeneration erreicht und wird kurzum VW T6 bezeichnet. Streng genommen ist der T6 jedoch nur bedingt eine neue Modellversion. Vielmehr verkörpert er die Facelift-Version des VW T5, der bereits 2003 auf den Markt kam. Der T6 folgte 2015.

    Die Campingvariante des VW Bus wird schon seit 1989 (VW T3) als "California" bezeichnet. Sie ist wiederum in mehreren Ausstattungsvarianten erhältlich. Wer mit den angebotenen Konfigurationen nicht zufrieden ist, kann sich Umbauten spezialisierter Hersteller, wie z.B. Reimo oder Westfalia, ansehen. Die Neupreise starten bei ca. 42.000 Euro, wobei für ein vorbildlich ausgestattetes Modell jedoch 55.000 bis 65.0000 Euro zu investieren sind.

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    Gerade jüngere Menschen, die sich für einen VW California interessieren, verfügen eher selten über ein solch großes Budget. In solchen Fällen bietet es sich an, nach einem geeigneten Gebrauchtwagen zu suchen. Insbesondere der VW T5 ist als Gebrauchtfahrzeuge bestens verfügbar und kann gegenüber einem neuen T6 einen erheblichen Preisvorteil bieten.

    Bulli eigenständig zum Campingfahrzeug umbauen

    Wer mit einem besonders kleinen Budget auskommen muss und erfreulicherweise über handwerkliches Geschick verfügt, kann sich an einem Umbau in Eigenregie versuchen. In den Ausführungen "Multivan" und "Transporter" werden viele Gebrauchtfahrzeuge zu relativ niedrigen Preisen angeboten.

    Es ist möglich, den Umbau komplett selbst anzugehen. Wer unsicher ist, erwirbt am besten einen Bausatz. Viele Umbausätze sind durchaus erschwinglich, wobei zu beachten ist, dass der eigentliche Umbau viel Arbeit bereiten kann. Doch unabhängig davon, ob er vollkommen in Eigenregie oder auf Basis eines Umbausatzes erfolgt, am Ende muss das umgebaute Fahrzeug vom TÜV oder einer andere zugelassenen Prüfstelle abgenommen werden.