Per Kredit den eigenen Führerschein finanzieren

    Aus Führerschein.info

    Angehörige der Generation Y werden in den Medien gerne als Automuffel bezeichnet. Sie leben vorzugsweise in der Großstadt, wo sie ohne eigenen Pkw bestens auskommen und es daher angeblich nicht einmal für notwendig halten, den Führerschein zu machen. Allerdings sind Berichte dieser Art überspitzt, denn die Mehrheit der jungen Menschen möchte die Fahrerlaubnis unbedingt besitzen. In den meisten Fällen sogar so früh wie möglich, um bereits im Alter von 17 Jahren das begleitete Fahren zu nutzen.

    So viel kostet die Führerscheinausbildung

    Der Weg dorthin folgt über die Fahrausbildung. Die hat jedoch ihren Preis, weshalb es zahlreiche Jugendliche gibt, die eifrig sparen. Wie viel Geld sie sparen müssen, hängt von mehreren Faktoren ab. Am meisten kommt es auf die Fähigkeiten hinter dem Lenkrad an: Je weniger Fahrstunden benötigt werden, desto günstiger der Führerschein. Im Idealfall genügt es, nur die Pflichtstunden zu absolvieren. Wer es schafft, sich darauf zu beschränken, sollte für einen Führerschein der Klasse B mit Kosten von ca. 1.400 bis 2.200 Euro rechnen. Die Schwankungsbreite ist deshalb so groß, da je nach Region erhebliche Preisunterschiede bestehen können.

    Nicht immer reichen die Ersparnisse

    Häufig ist es so, dass neben den Pflichtstunden noch zusätzliche Fahrstunden anfallen. Sollten Prüfungsversuche fehlschlagen, können pro weiterem Anlauf mehrere hundert Euro an Zusatzkosten entstehen. Angesichts dieses Ausblicks sind junge Menschen gut damit beraten, rund 2.000 bis 2.500 Euro anzusparen, um ihre Fahrausbildung mit gutem Gewissen antreten zu können.

    Doch leider gelingt dies nicht immer, d.h. es steht nicht genügend Geld zur Verfügung, um den Führerschein vollständig bezahlen zu können. Wer Glück hat, kann in solch einer Situation mit finanzieller Unterstützung von den Eltern oder Großeltern rechnen. Andernfalls wird häufig die Aufnahme eines Kredits in Erwägung gezogen.

    Kreditaufnahme für den Führerschein

    Eine Finanzierung des Führerscheins klingt verlockend, schließlich steht das benötigte Geld unmittelbar zur Verfügung. Zugleich kann es in den nächsten Monaten in Form niedriger monatlicher Raten zurückgezahlt werden. Das Interesse ist daher groß, wobei viele Interessenten jedoch nicht an die Hürden einer Kreditaufnahme denken.

    Die größte Hürde ist fast immer das Alter. Banken vergeben ihre Kredite nur an geschäftsfähige Personen, was letztlich ein Mindestalter von 18 Jahren voraussetzt. Aus diesem Grund können die meisten Führerscheinanwärter den gewünschten Kredit nicht selbst aufnehmen. Zumal dies nicht die einzige Hürde ist. Ein weiteres Thema ist die Einkommenssituation. Eine Kreditvergabe kann nur erfolgen, wenn der Kreditnehmer über ein nachhaltiges Einkommen verfügt. Kinder- und Taschengeld werden als solches nicht angerechnet. Selbst eine Berufsausbildung garantiert keine Zusage – zumindest nicht bei allen Banken. Eine gezielte Suche einschließlich dem Vergleich verschiedener Finanzierungsangebote ist dann entscheidend. Sofern die Voraussetzungen für eine Kreditaufnahme nicht erfüllt werden, bleibt noch der Weg über die Eltern. Im Normalfall können die Eltern den benötigten Kredit mühelos aufnahmen.

    Einen speziellen Führerscheinkredit gibt es übrigens nicht. Die Finanzierung erfolgt über einen konventionellen Ratenkredit. Er verspricht Zugriff auf attraktive Konditionen und weiß bei den meisten Banken außerdem mit einem hohen Maß an Flexibilität zu überzeugen, sodass beispielsweise die Möglichkeit gegeben ist, Raten vorübergehend auszusetzen oder die Rückzahlung zu beschleunigen. Von einer Finanzierung über den Dispokredit ist hingegen abzuraten. Das Überziehen des Kontos ist im Verhältnis schlichtweg zu kostspielig. Selbst bei kleineren Darlehensbeträgen ist der Ratenkredit fast immer die bessere Wahl.

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