Welche Führerscheinklassen benötigt man für welches Fahrzeug?

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    Im Dschungel der Führerscheinklassen in Deutschland einen adäquaten Überblick zu bekommen, ist nicht unbedingt einfach. Besonders dann nicht, wenn man sich einer speziellen Führerscheinklasse widmen möchte. Nicht nur die unterschiedlichen Anforderungen für den jeweiligen EU-Führerschein sind sehr verschieden. Auch die Durchführungen und Prüfungsabnahmen sind mitunter von Fall zu Fall völlig abweichend. Benötige ich nun einen Führerschein der Klasse B? Oder muss es für den anstehenden Job vielleicht doch eine Fahrerlaubnis mit dem Zusatz B96, BE, oder sogar C1, C1/2 sein? Je nach Anforderungen und Ausübung diverser Berufstätigkeiten werden ganz spezielle Führerscheine erwünscht und vorausgesetzt.

    Der Klassiker

    In den meisten Fällen, wenn das richtige Alter erreicht ist und die Volljährigkeit schon vor der Türe steht, wird in der Regel nur der klassische Führerschein der Klasse B für das Fahren und Führen eines Pkws gemacht. Alle Kraftfahrzeuge mit einer für den Straßenverkehr zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3.500 Kilogramm und mit nicht mehr als acht Sitzplätzen im Fahrzeug selbst, ausgenommen des Führersitzes. Diese Fahrzeuge können auch eine Anhängelast vorweisen.

    Das bedeutet, dass man dann als Führerscheininhaber der Klasse B an das Fahrzeug eine Anhängelast mit bis zu 750 Kilogramm oder noch schwerer fahren darf. Vorausgesetzt allerdings, dass die Gesamtmasse die 3.500 Kilogramm nicht überschreitet. Also Auto und Anhänger zusammen. Außerdem gilt nur in Deutschland, dass dreirädrige Kraftfahrzeuge mit einer Motorleistung von mehr als 15 kW ebenfalls mit dieser Führerscheinklasse gefahren werden dürfen. Allerdings nur, wenn der Fahrer und Inhaber des Führerscheins mindestens 21 Jahre alt ist.

    Auch das Motorrad ist beliebt

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    Kraftfahrzeuge der Klassen AM, A1, A2 und A dürfen mit diesem besagten Führerschein nicht gefahren werden. Das sollte man als Führerscheinanwärter schon vor Prüfungsbeginn bedenken, denn viele Motorradfreunde machen gleich zu Beginn deutlich, dass sie den Führerschein in Kombination mit einem Motorradführerschein ablegen möchten. Das ist zwar teurer, als ein gewöhnlicher Führerschein der Klasse B, doch als Paket und in einem Abwasch wiederum am Ende günstiger. Mehr Informationen zum Thema findet man auch auf dieser Seite. Beim Führerschein der Klasse B96 beinhaltet dies die Fahrerlaubnis eines Zugfahrzeugs der Klasse B und einem Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 750 Kilogramm. Die Gesamtmasse von Auto und Anhänger darf hierbei ein Gewicht von 4250 Kilogramm nicht überschreiten. Der Führerschein Klasse BE ist eine Kombination aus dem Zugfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger, der 3,5t nicht überschreitet.

    Zugmaschinen und Co.

    Zugmaschinen bis 40km/h, wie für Traktoren im landwirtschaftlichen- und forstwirtschaftlichen Bereich müssen mit einem Führerschein der Klasse L gefahren werden. Bis 60 km/ha dann der Führerschein der Klasse T. Für Futtermischmaschinen, Arbeitsmaschinen und mehr. Für den Job als Busfahrer benötigt man die Fahrerlaubnis der Klasse D1 bis acht Metern Länge des Fahrzeugs, D1E mit Anhänger, D zur Beförderung von mehr als acht Personen gilt und DE, der Kombi aus D und Anhänger bis 750kg. Als Lkw-Fahrer benötigt man die Fahrerlaubnis C1/2, C1E/2, C/2, oder CE/2. Je nach Anforderungen, Größe, Länge, der Sitzplätze im Führerhaus und Kombinationen der jeweiligen Fahrzeuge selbst.

    Motorradfans müssen sich einer Prüfung mit der Fahrerlaubnis A1, A2, A oder Am unterziehen, um sich auf die Straßen zu begeben. Unterteilt wird hier in das Fahren und Führen von Krafträdern jeglicher Art und Dreirädern (A), leichten Zweirädern von nicht mehr als 45km/h, (AM), Krafträdern bis 35kW Leistung (A2), und schlussendlich für Krafträder mit einem Hubraum von nicht mehr als 125ccm. Dieser ist wohl der am häufigsten absolvierte Führerschein für Motorräder.